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	<title>Franz Brandtner - private Fundstücke von Franz Brandtner &#187; Kurzgeschichten</title>
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		<title>Gibt es den Weihnachtsmann?</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Dec 2009 10:29:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franz Brandtner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Die achtjährige Virginia O’Hanlon aus New York wollte es genau wissen. Darum schrieb Sie an die Zeitung „Sun“ einen Brief. 
„Ich bin acht Jahre alt. Einige von meinen Freunden sagen, es gibt keinen Weihnachtsmann. Papa sagt, was in der „Sun“ steht, ist immer wahr. Bitte, sagen Sie mir:
„Gibt es den Weihnachtsmann?“
Die Sache war dem Chefredakteur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Die achtjährige Virginia O’Hanlon aus New York wollte es genau wissen. Darum schrieb Sie an die Zeitung „Sun“ einen Brief. </p>
<p><i>„Ich bin acht Jahre alt. Einige von meinen Freunden sagen, es gibt keinen Weihnachtsmann. Papa sagt, was in der „Sun“ steht, ist immer wahr. Bitte, sagen Sie mir:</p>
<p><strong>„Gibt es den Weihnachtsmann?“</strong></i></p>
<p>Die Sache war dem Chefredakteur Francis P. Church so wichtig, dass er selbst antwortete:</p>
<p><i>„Virginia, Deine kleinen Freunde haben nicht recht. Sie glauben nur, was sie sehen. Sie glauben nichts, was sie mit ihrem kleinen Geist nicht erfassen können. Aller Menschengeist ist klein, ob er nun einem Erwachsenen oder einem Kind gehört. Im Weltall verliert er sich wie ein winziges Insekt. Solcher Ameisenverstand reicht nicht aus, die ganze Wahrheit zu erfassen und zu begreifen.</p>
<p><strong>Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann.</strong></p>
<p>Es gibt ihn so gewiss, wie Liebe und Großherzigkeit und Treue. Weil es all das gibt, kann unser Leben schöner und heiterer sein. Wie dunkel wäre die Welt, wenn es keinen Weihnachtsmann gäbe! Es gäbe dann auch keinen Glauben, keine Poesie, gar nichts, was das Leben erst erträglich machte. Ein Flackerrest an sichtbarem Schönen bliebe übrig. Aber das Licht der Kindheit, das die Welt ausstrahlt, müsste verlöschen. Es gibt einen Weihnachtsmann. Sonst könntest Du auch den Märchen nicht glauben.</p>
<p>Gewiss, Du könntest Deinen Papa bitten, er solle am Heiligen Abend Leute ausschicken, den Weihnachtsmann zu fangen. Und keiner von Ihnen bekäme den Weihnachtsmann zu Gesicht – was würde das beweisen? Kein Mensch sieht ihn einfach so. Das beweist gar nichts. Die wichtigsten Dinge bleiben meistens unsichtbar. </p>
<p>Was Du auch siehst, Du sieht nie alles. Du kannst ein Kaleidoskop aufbrechen und nach den schönen Farbfiguren suchen. Du wirst einige bunte Scherben finden, nichts weiter. Warum? Weil es einen Schleier gibt, den nicht einmal alle Gewalt auf der Welt zerreißen kann. Nur Glaube und Poesie und Liebe können ihn lüften. Dann wird die Schönheit und Herrlichkeit dahinter auf einmal zu erkennen sein. „Ist das denn auch wahr?“ kannst Du fragen. Virginia, nichts auf der ganzen Welt ist wahrer. Der Weihnachtsmann lebt, und ewig wird er leben, um Kinder wie Dich und jedes offene Herz mit Freude zu erfüllen.</p>
<p>Frohe Weihnachten, Virginia.</p>
<p>Dein Francis P. Church“ </i></p>
<p>Der Briefwechsel zwischen Virginia O’Hanlon und Francis P. Church stammt aus dem Jahr 1897. Er wurde über ein halbes Jahrhundert bis zur Einstellung der „Sun“ 1950, alle Jahre zur Weihnachtszeit auf der Titelseite abgedruckt. </p>
<p>Wir wünschen Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches, erfolgreiches neues Jahr.</p>
<p>Alles Gute!</p>
<p>Franz Brandtner</p>
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		<title>Die Todesliste</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 05:02:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franz Brandtner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>

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		<description><![CDATA[Großer Aufruhr im Wald! 
Es geht das Gerücht um, der Bär habe eine Todesliste. Alle fragen sich, wer denn nun da drauf steht.
Als erster nimmt der Hirsch allen Mut zusammen, geht zum Bären und fragt ihn: &#8220;Sag mal Bär, steh ich auch auf deiner Liste?&#8221;
&#8220;Ja&#8221;, sagt der Bär, &#8220;auch dein Name steht auf der Liste.&#8221;
Voll [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><strong>Großer Aufruhr im Wald! </strong></p>
<p>Es geht das Gerücht um, der Bär habe eine Todesliste. Alle fragen sich, wer denn nun da drauf steht.<br />
Als erster nimmt der Hirsch allen Mut zusammen, geht zum Bären und fragt ihn: &#8220;Sag mal Bär, steh ich auch auf deiner Liste?&#8221;<br />
&#8220;Ja&#8221;, sagt der Bär, &#8220;auch dein Name steht auf der Liste.&#8221;<br />
Voll Angst dreht sich der Hirsch um und geht.<br />
Und wirklich, nach 2 Tagen wird der Hirsch tot aufgefunden.</p>
<p><strong>Die Angst</strong> bei den Waldbewohnerm steigt immer mehr und die Gerüchteküche um die Frage, wer denn noch auf der Liste stehe, brodelt.<br />
Der Keiler ist der Erste, dem der Geduldsfaden reißt und der den Bär aufsucht, um ihn zu fragen, ob er auch auf der Liste stehen würde.</p>
<p>&#8220;Ja&#8221;, antwortet der Bär, &#8220;auch du stehst auf der Liste&#8221;. Verängstigt verabschiedet sich der Keiler vom Bären.<br />
Und auch ihn findet man 2 Tage später tot auf.</p>
<p>Nun bricht die Panik bei den Waldbewohnern aus. Nur der Hase traut sich noch<br />
den Bären aufzusuchen.<br />
&#8220;Bär, steh ich auch auf der Liste?&#8221;<br />
&#8220;Ja, auch du stehst auf der Liste. &#8221;<br />
&#8220;Kannst du mich da streichen?&#8221;<br />
&#8220;Ja klar, kein Problem. &#8221;</p>
<p>Und die Moral von der Geschichte:</p>
<p>Kommunikation ist alles!!!</p>
<p>Die Schlüsselaussage dieser einfachen Geschichte &#8211; super.</p>
<p>Viel Erfolg bei der Anwendung, Franz Brandtner</p>
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